Im Rahmen der Brandschutzwochen wurde in einer Großübung gezeigt, wie die sanierte Mittelschule Aidenbach auf den Ernstfall vorbereitet ist. Das abschließende Resümee stellte alle zufrieden: Sowohl die Schüler und Lehrer verhielten sich vorbildlich.

In Gedanken waren am Freitag manche Schüler schon im Wochenende, als sie plötzlich durch die losheulenden Brandmelder aufgeschreckt wurden. Ein Brand in der Mittelschule sollte simuliert werden und zeigen, ob sich die Schüler und Lehrer wie die alarmierten Feuerwehren auch im Ernstfall richtig verhalten würden.

Für die Schülerinnen und Schüler aus dem Bauteil A gab es keinerlei Probleme, als der Alarm losschlug. Sie schlossen sie die Fenster in ihren Klassenzimmern und verließen, angeführt von ihren Lehrern, über die zugewiesenen Fluchtwege geordnet das Schulhaus.

Inzwischen trafen auch schon die alarmierten Feuerwehren ein. Fünf Feuerwehren (Aidenbach, Aldersbach, Beutelsbach, Klessing und Egglham) mit insgesamt 45 Einsatzkräften waren angerückt. Innerhalb kürzester Zeit war eine Löschwasserversorgung für sämtliche Bauteile der Mittelschule hergestellt.

Schwierig war es für Lehrer und Schüler, die sich in Gebäude B befanden, sich in Sicherheit zu bringen. Schließlich war ja der Auslöser für diese Übung eine starke Rauchentwicklung im Flur des 1. Obergeschosses in diesem Bauteil. Für viele Klassen und Gruppen war dadurch der übliche "Rettungsweg" versperrt. Doch wie sich zeigte, kannten Lehrer und Schüler ihre neue Schule schon recht gut. Denn über den Gruppenraum in diesem Bautrakt und die eingebaute Außentreppe verließen sie die Schule.

Beim Abzählen auf dem Sportplatz wurde auch gleich bemerkt, dass noch nicht alle Schüler in Sicherheit gebracht werden konnten. Die Feuerwehr hielt Schüler bewusst im Gebäude, um eine solche gefährliche Situation durchzutesten.

Vor einem Klassenzimmer im 1. Obergeschoss trat die starke Rauchentwicklung auf. Eine 7. Klasse musste in ihrem Klassenzimmer bleiben. Die Rettung dieser Schülerinnen und Schüler erfolgte schließlich von außen mit einer Schiebeleiter.

Zur gleichen Zeit suchten acht Atemschutzgeräte-Träger das gesamte Gebäude nach eventuell verbleibenden Schülern und Lehrkräften ab.

Nachdem alle Schüler und Lehrer in Sicherheit gebracht waren, wurde die große Alarmprobe aufgehoben. Die Mittelschüler freuten sich nicht nur über zwei entfallene Unterrichtsstunden, sondern hatten die Rettungsaktion auch mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

Bei der Schlussbesprechung der Einsatzkräfte dankten Aidenbachs Kommandant Wolfgang Palzer, Kreisbrandinspektor Hans Walch und Kreisbrandmeister Robert Grabler für ihr Mitwirken und ihr vorbildliches und professionelles Vorgehen. Es sei auch nicht selbstverständlich, dass sich doch insgesamt 45 Einsatzkräfte um diese Tageszeit an einem Arbeitstag die Zeit für eine sehr wichtige Übung nehmen würden.

Bürgermeister Karl Obermeier, der die Übung mitverfolgt hatte, und auch Rektor Richard Detter schlossen sich dem Dank an. Für den Schulleiter habe der Ablauf dieser Übung gezeigt, dass man auch im Ernstfall sich der Unterstützung perfekt geschulter Einsatzkräfte sicher sein könnte.

Obermeier lud schließlich die Feuerwehrler noch zu einer Brotzeit in die Mensa ein. Viele der Feuerwehrkräfte waren früher selber einmal in die Aidenbacher "Hauptschule" gegangen und waren bei der Übung erstmals wieder in der "neuen Schule". Sie waren sich einig, dass es in dieser tollen Schule nicht brennen dürfe.

 
erstellt am: 30.09.12
geändert am: 28.03.13 Erstellt von Thomas Hoffmann | Gesamtaufrufe dieser Seite: 1558
Mobile Ansicht

Gestaltet von Webmaster Thomas Hoffmann

CMS by http://www.aprox.de

Ladezeit der Seite: 0.317718 Sekunden.